Kleine Schönheitskunde
Gut zu wissen
Die Erneuerung der Haut erfolgt in einem ständigen Prozeß von unten nach oben beziehungsweise von innen nach außen. Es werden dabei in der Keimschicht ständig neue, feuchtigkeitsschwere Zellen gebildet, welche langsam nach oben wandern und auf diesem Weg trockener werden, ihren Zellkern verlieren und schließlich als Hornschicht auf der Hautoberfläche abgeschabt werden. Die Haut ist damit immer unser "jüngstes" Organ. Sie ist aber auch abhängig von dem "Nachschub" an Zellen aus den untersten Hautschichten, und diese wiederum hängen von unseren Ernährungsgewohnheiten ab. Während man mit Präparaten nur an den oberen Hautschichten das "korrigiert", was dort ankommt, kann über eine vernünftige, hautgerechte Ernährung der Entstehungsprozess der Zellen sowie deren Zusammensetzung gleichsam an der Quelle beeinflußt werden.
An schönheitsfeindlichen Fremdstoffen nimmt der menschliche Organismus in einer "modernen" Ernährung in den westlichen Industrienationen mit dem glänzenden Riesenapfel, der appetitlichen Torte oder dem zarten Steak einiges zu sich: Aromastoffe, Treibmittel, Bleichmittel, Quellmittel, Antioxidantien, Hormone, Arzneirückstände, Schwermetalle wie Quecksilber und Blei, Konservierungsstoffe, Breitbandantibiotika, Farbstoffe, Mastbeschleunigungsmittel, Zartmacher und Beruhigungsmittel im Fleisch, künstliche Emulgatoren, Süssstoffe, Pestizidrückstände und Umweltggiftablagerungen. Mit all diesen Stoffen soll der Organismus also "fertig" werden und, wenn möglich, keine Reaktion darauf zeigen?
Die ganzheitliche Betrachtungsweise von Veränderungen des Hautbildes hat sich unter Dermatologen mittlerweile durchgesetzt. Sie besagt, dass man in Fällen von Hautstörungen unbedingt die Darmfunktion, das Gefäßsystem sowie den Gewebestoffwechsel in die Therapie integrieren muß. Anders ausgedrückt: Die Mehrzahl der Hautkrankheiten scheint nur das sichtbare Merkmal tieferliegender anderer Störungen zu sein. Die richtige Ernährung ist das effektivste und zum Teil allein wirksame Mittel, um die Ausscheidungs-, Stoffwechsel- und Verbrennungsvorgänge im Körper zu kontrollieren.